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 | Kegeln |
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Kegelverband
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SSV Köpenick-Oberspree eV. Abt.- Bohle-Kegeln
Abteilungltr. Stefan Fischer, mobil: 0163 9164345
Sportwart. Sportwart Olaf Giebels 0174/ 6864014
Mitglieder. 11 Sportkameraden
Trainingsstätte: Sportkegelzentrum - Hämmerlingstraße 80-88 (Union-Gebäude) Trainingstag: jeden Donnerstag von 14-17 Uhr
Der Verein ist Mitglied des Berliner Sportkegler-Verein e.V (BSKV) Geschäftstelle: Hämmerlingstr.80-88 - Tel:0306565056
Neue Kegelfreunde sind immer willkommen!
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Kegeln
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Kegeln
| Bahnarten
| Asphaltbahn
Kegeln
Kegeln ist eine Präzisionssportart, bei der der Spieler zumeist von einem Ende einer glatten Bahn (Kegelbahn) aus mit kontrolliertem Schwung eine Kunststoffkugel ins Rollen bringt, um die am anderen Ende der Bahn aufgestellten neun Kegel umzulegen. Es besteht eine Verwandtschaft mit dem Bowling: Beim traditionellen Kegeln gibt es neun Kegel, beim Bowling dagegen zehn (die Pins genannt werden).
Bahnarten
Der Kegelsport wird in Deutschland auf vier verschiedenen Bahnarten betrieben: Asphalt- (Classic-), Bohle-, Scheren- und Bowlingbahn. Auf jeder dieser Bahnarten, deren Verteilung außer beim bundesweit anzutreffenden Bowling regional unterschiedlich ist, finden eigene Meisterschaften, Ligenspiele, Vereinspokale und Turniere im Rahmen der jeweiligen Sportordnung statt. Darüber hinaus werden alljährlich nach vorheriger Qualifikation über die Länder bundesweit die Deutschen Meisterschaften auf Dreibahnen ausgetragen: Hierbei müssen sich die Sportler nacheinander auf den drei Bahnarten Bohle, Schere und Asphalt/Classic bewähren und dabei die recht unterschiedlichen Kegeltechniken anwenden.
Allen Bahnarten ist das Ziel gemein, die größtmögliche Anzahl von Kegeln mit einem Wurf (Schub) umzuwerfen. Eine weitere Variante des Spiels ist es, bestimmte Konstellationen von Kegeln (Kegelbilder) zu werfen.
Asphaltbahn (Classicbahn)
Der Anlauf und die Auflagebohle (Länge: 5,5m-6.5m, Breite: 0,35 m) bestehen aus Linoleum. Die Kugellauffläche besteht aus Asphalt oder Kunststoff und hat über die gesamte Länge von 19,50 m eine Breite von 1,50 m. Für einen optimalen Kugellauf muss der Belag vollkommen glatt sein. Die gesamte Lauffläche liegt waagerecht. Die Asphaltbahn wird überwiegend im süddeutschen Raum (Baden-Württemberg, Bayern) in Hessen, Rheinland-Pfalz und Berlin sowie in allen neuen Bundesländern (Ausnahme: Mecklenburg-Vorpommern) gespielt. International ist die Asphaltbahn in 19 Ländern (darunter Österreich, die Schweiz, Liechtenstein, den Nachfolgestaaten den ehemaligen Jugoslawien, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn und Rumänien) verbreitet.
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Bohlebahn
| Scherenbahn
| Bowlingbahn
Bohlebahn
Der Anlauf und die Auflagebohle (Länge: 5,50 m, Breite: 0,35 m) bestehen aus Linoleum. Die Kugellauffläche besteht aus Holz oder Kunststoff und ist gekehlt. Wie die Scherenbahn hat auch die Bohlebahn eine Gesamtsteigung von 10 cm vom Beginn der Auflagebohle bis zum Kegelstand. Aufgrund der Maße der Lauffläche (23,50 m Länge und 0,35 m Breite) ist auf der Bohlenbahn Abräumen nicht möglich und es kann nur in die Vollen gespielt werden. Auf Bohlebahnen wird hauptsächlich in Norddeutschland (Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein), in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie international in Dänemark, Polen und Namibia gespielt.
Scherenbahn
Der Anlauf und die Auflagebohle (Länge: 5,50 m, Breite: 0,35 m) bestehen aus Linoleum. Bei Kunststoffbahnen ist die Aufsatzbohle auch sehr oft aus Kunststoff. Die Kugellauffläche besteht aus Holz oder Kunststoff und ist gekehlt (3,6mm - 4,0mm). Die Bahn hat eine Gesamtsteigung von 10 cm vom Beginn der Auflagebohle bis zum Kegelstand. Die Lauffläche hat von der Aufsatzbohle bis zur Schere auf einer Länge von 9,5 m eine Breite von 0,35 m und verbreitert sich dann auf einer Länge von 8,5 m scherenartig bis auf 1,25 m beim Kegelstand. Scherenbahnen sind im westdeutschen Raum (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland) sowie im südlichen Niedersachsen und in Hessen verbreitet, im Ausland in den Benelux-Ländern, in Frankreich, Italien und Brasilien.
Bowlingbahn
Die Bowlingbahn ist von den oben genannten Kegelbahnen völlig verschieden. Statt neun Kegeln werden zehn Pins aufgestellt. Die Auflagebohle besteht auf der gesamten Bahnbreite, und Anlauf und Lauffläche entweder aus Holz oder Kunststoff. Die gesamte Lauffläche liegt waagerecht. Sie hat eine Länge von 18,30 m und eine Breite von 1,05 m
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Vom Kegelbub
| Besonderheiten
| Geschichte
Vom Kegelbub zur elektrischen Bahn
Beim Kegeln in Gaststätten und bei Turnieren war es früher üblich, dass ein 'Kegelbub' bzw. 'Kegeljunge' (oft der Sohn eines Clubmitgliedes) die Kegel gegen Bezahlung entsprechend den jeweiligen Regeln (z.B. Abräumen) wieder aufstellte und die Kugel zurückrollte. (Karl May traf - laut seiner Autobiographie - als Kegelbub die ersten "Rückkehrer", die ihm von den USA erzählten).
Seit den 1950er-Jahren wurden die Kegelbuben durch elektrische Kegelbahnen verdrängt. Diese zeigen auf einem Display die umgefallenen Kegel an, stellen die Kegel selbsttätig auf und befördern die Kugeln elektrisch zurück. Während anfangs noch die einzelnen Hubvorrichtungen von Hand (über Drucktaster) bedient wurden, übernehmen computergesteuerte Anlagen inzwischen komplette Spielabläufe: Aufstellen der Kegel, Zählen von Punkten, Foulanzeige per Lichtschranke etc.
Bei elektrischen Bahnen werden die Kegel entweder an Seilen hochgezogen und - nach dem "Auspendeln" - abgestellt, oder sie werden von einem "Rechen" in eine Grube am Bahnende gefegt und mit einer Förderanlage in die Halterung befördert, die sie auf der Bahn abstellt. Diese Lösung ist zwar technisch komplexer, vermeidet jedoch das Problem der verhedderten Seile. Sie hat sich deshalb besonders auf großen Bowlinganlagen - wo ein Eingreifen des Personals besonders schwierig ist - rasch durchgesetzt.
Besonderheiten Bundeskegelbahn
Eine Bundeskegelbahn entspricht besonderen Kriterien, die von dem Landesfachverbandverantwortlichen abgenommen wird. Außer Anforderungen an Abmessungen, Aufbau, Steuerung usw. müssen auch Umkleidekabinen oder Duschen für Turnieraustragungen abgenommen werden.
Platzbahnkegeln
Eine regionale und besondere Form des Kegelns, die auch von der sonst üblichen Technik total abweicht, ist das Platzbahnkegeln, das als Wettkampfsport traditionell nur im Mansfelder Land im südlichen Sachsen-Anhalt vorkommt. Hier wird die hölzerne Kugel nicht gerollt, sondern aus einer Entfernung von 6,50 Metern von einer markierten Standfläche aus auf die neun Kegel geworfen. Zum Schutz der anderen Spieler und der Zuschauer befindet sich etwa 80 cm hinter dem Kegelstand eine Fangwand. Platzbahnkegeln findet üblicherweise im Freien statt.
Geschichte Das Kegelspiel ist eine der bekanntesten und ältesten Sportarten, deren Geschichte vielerorts falsch beschrieben und ausgelegt wird.
Antike und Germanenzeit Fest steht, dass der Ursprung des Kegelns bis zur Hochkultur der alten Ägypter zurückreicht. Bei archäologischen Ausgrabungen fand man Teile eines Kinder-Kegelspiels aus dem Jahre 3.500 vor unserer Zeitrechnung und Wandreliefs in Grabstätten. Das heutige Kegeln dürfte seine Urform im Spiel der germanischen Stämme (Steinzielwerfen auf drei, sieben oder neun Kegel-Knochen) haben.
Mittelalter 1157 wird in der Chronik von Rothenburg ob der Tauber Kegeln als weit verbreitetes Volksvergnügen geschildert. Seinerzeit stand indessen nicht der sportliche Aspekt im Vordergrund, sondern Menschen waren von den Wetten fasziniert, die dabei abgeschlossen wurden.
Aus Xanten am Niederrhein stammt eine Handschrift von 1265, die belegt, dass dort eine Kegler-Gilde bestand. Die Aufnahmegebühr musste in Naturalien entrichtet werden. Weitere Chroniken und alte Schriften sprechen davon, dass es beim Kegeln offene Regeln gab. Mal wurde auf einen Gegenstand (Kegel?), dann auf mehrere (bis zu elf)geworfen oder gerollt.
Das mancherorts verfluchte Kegelspiel fand den ersten Eingang in gesellschaftliche Kreise, von denen man es nicht gerade erwartet hatte: In der Abgeschiedenheit der kirchlichen Klöster wurden plötzlich aus Klosterbrüdern Kegelbrüder. Dort wurde es zumeist „Heidentöten“ genannt.
Außerhalb der Klostermauern war das Kegeln zeitweise verboten, beispielsweise auch in England (1388 König Richard II). Erste Besitzer von eigenen Kegelbahnen waren die Kirchengemeinden in Deutschland. Zur Zeit der Reformation versuchten die protestantischen Obrigkeiten, die herrschenden Kegelsitten zu ordnen. Eine dieser ersten Reformen war 1529 in Basel das Verbot des vormittäglichen Kegelns an Sonn- und Feiertagen. Regional und zu unterschiedlichen Zeiten wurde das Kegelspiel in Deutschland wiederholt von den Behörden verboten. Als das Kegeln wieder erlaubt war, wurde ausschließlich in die Vollen gespielt, doch da das Aufstellen der Kegel den Kegeljungen zu anstrengend war, wurde erst wieder aufgestellt, als alle neun Kegel „umlagen“. Das war der Beginn des Abräumspiels.
18./19. Jahrhundert Bis ins 18. Jahrhundert wurde ausnahmslos im Freien gespielt, es fehlte auf keinem Jahrmarkt und auf keiner größeren Hochzeit. Dabei traten die sportlichen Ehren in den Hintergrund, und es ging oftmals um Gut und Geld. Zuweilen wurde man gewalttätig, es wurde auch getrunken. Es wird aber auch berichtet, dass das öffentliche Kegelspiel auf den Volksfesten seine harmlose Form behielt.
1786 schrieb der Berliner Mediziner und Gelehrte Johann Georg Krünitz in seinem Lexikon erstmals von „13 Regeln für das Kegelspiel“, die teilweise heute noch gelten, etwa dass nicht übergetreten werden darf und die Kugel vor einer bestimmten Markierung aufgesetzt werden muss. Die klassischen Dichter Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe waren eifrige Anhänger des Kegelns.
Die deutschen Auswanderer brachten das Kegeln in ihre neue Heimat mit. Schon bald gab es die süddeutschen Lattenbahnen im Banat, in Siebenbürgen und in der Herzegowina. In Brasilien und sogar in Australien wurden Scherenbahnen gebaut. Auch englische und niederländische Einwanderer brachten das Kegelspiel in die Neue Welt.
In den USA war das Kegeln sehr schnell weit verbreitet. Hier kam es auch mit dem Gesetz in Konflikt, und das Verbot von 1837 in Hartfurt/Connecticut sollte der Legende zufolge Kegelgeschichte schreiben: Da nun das Spiel auf neun im Quadrat angeordnete Kegel verboten war, kam man auf den Gedanken, die Kegel im Dreieck anzuordnen und um einen zehnten Kegel zu ergänzen. Dies soll die Geburtsstunde des heute weit verbreiteten Bowlingspiels gewesen sein.
Zur Entstehung des Kegelspiels mit zehn Kegeln existiert noch eine weitere Version. Zum Zeitpunkt des Verbotes sollen bereits Bahnen mit zehn Kegeln existiert haben. Auch in Europa wurde im Laufe der Zeit auf Bahnen mit unterschiedlicher Kegelzahl gekegelt. Wer die englische „Skittle Alley“ (= Kegelbahn) kennt, wird zudem leicht feststellen, dass auch sie Vorläufer des heutigen Bowling sein könnte und es vielleicht eher war als die aus Deutschland stammende Lattenbahn. Dafür spricht die Tatsache, dass sich bis heute in den USA eine Sonderform des Bowlings erhalten hat: Das Candlepin-Bowling. Die dabei verwendeten Kegel sind und waren in Deutschland unbekannt, in England werden ähnliche Kegel bis heute verwendet. Diesen Verboten und Dekreten zum Trotz, wurde das Kegeln Anfang des 18. Jahrhunderts von den feinen Herrschaften der damaligen Zeit gepflegt und stand in der sportlichen Betätigung hoffähiger Vergnügen ganz oben an.
Die Umwälzungen in den abendländischen Kulturen in der Mitte des 19. Jahrhunderts brachten auch die Gründung erster fester Kegelgemeinschaften mit sich. Das Hauptaugenmerk lag zunächst in der Unterstützung bedürftiger Menschen, doch schon bald trat mehr und mehr der sportliche Gedanke in den Vordergrund - das Sportkegeln war geboren.
1885 wurde die organisatorische Grundlage für den deutschen Kegelsport in seiner heutigen Form geschaffen: Im sächsischen Dresden wurde der „Zentralverband deutscher Kegelklubs“ ins Leben gerufen. In diese Zeit fällt auch die Ausübung des Kegelsports nach einem einheitlichen Regelwerk und auf genormten Bahnen in geschlossenen Räumen. 1887 erfolgte die Umbenennung der nationalen Dachorganisation in „Deutscher Keglerbund“ (DKB).
20. Jahrhundert
Mit rasanter Geschwindigkeit verbreitete sich das Sportkegeln an der Zeitenwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Nach der Gründung des DKB in Deutschland kam es auch in vielen anderen europäischen Staaten und in Nordamerika zur Gründung nationaler Kegelverbände. Der Erste Weltkrieg führte dazu, dass der interne Aufbau des DKB erst in den 1920er Jahren abgeschlossen werden konnte. 1923 fanden die ersten Deutschen Meisterschaften auf der Asphalt- und Bohlebahn statt.
1924 entstand in Chemnitz der „Deutsche Arbeiter-Keglerbund“, welcher im Laufe seiner Geschichte bis zu zehntausend Mitglieder hatte. 1933 wurde dieser Verband im Zuge der „Gleichschaltungspolitik“ der nationalsozialistischen Machthaber aufgelöst.
1926 wurden erstmals die Deutschen Meisterschaften auf der I-Bahn (Bowling) ausgetragen. Im selben Jahr kam es zur Gründung der International Bowling Association (IBA), die sich während des Zweiten Weltkrieges auflöste. Schon 1947 traf man sich in der schwedischen Hauptstadt Stockholm, um über die Zukunft der IBA zu reden.1952 schlossen sich von neun westliche nationalen Verbände zur „Fédération Internationale des Quilleurs“ (FIQ) zusammen, die seither alle vier Bahnarten einschließlich Bowling vertritt. Bereits 1953 traten mehrere nationale Verbände der Staaten des Warschauer Paktes, darunter auch die Deutsche Demokratische Republik, der FIQ bei.
1973 fasste der FIQ-Kongress, auf dem mittlerweile mehr als sechzig Nationen vertreten waren, die kegelsportlichen Aktivitäten organisatorisch zu untergliedern. Dies war die Geburtsstunde der World Ninepin Bowling Association (WNBA), die alle Länder und Verbände vertritt, die das Kegeln auf neun Kegel betreiben (Asphalt/Classic, Bohle und Schere), und der World Tenpin Bowling Association (WTBA), die alle Bowling spielenden Länder und Verbände vertritt.
1979 erklärte die 81. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees in Montevideo den internationalen Kegel- und Bowlingverband für olympiawürdig. Anfang der 1980er Jahre hatte die FIQ über 93 Mitgliedsverbände mit weltweit über elf Millionen Mitgliedern im Bereich des Kegel- und Bowlingsports.
Verbände im deutschsprachigen Raum Die deutschen Sportkegler sind im Deutschen Kegler- und Bowlingbund (DKB) organisiert, der sich in vier Disziplinverbände (entsprechend den Bahnarten) gliedert: Deutscher Bohle-Kegler-Verband (DBKV) für den Kegelsport auf Bohlebahnen, Deutscher Schere-Keglerbund (DSKB) für die Schere-Aktivisten, Deutscher Keglerbund-Classic für Classic/Asphalt (DKBC) und die Deutsche Bowling-Union (DBU) für die Bahnart Bowling. In Österreich ist der Österreichische Sportkegel- und Bowling-Verband (ÖSKB), in der Schweiz und in Liechtenstein der Schweizerische Sportkegler-Verband (SSKV) Dachverband aller Sportkegler des Landes. In Belgien, das teilweise deutschsprachig ist, haben sich die Sportkegler zum Königlich-Belgischen Keglerverband (KBKV) zusammengefunden.
In der Schweiz gibt es noch eine Besonderheit: Die Schweizer Freien Kegler (Leitsatz: „Kegeln als Spiel mit sportlichem Ziel, Pflege der Kameradschaft und Geselligkeit“) sind in der Schweizerischen Freien Keglervereinigung (SFKV) organisiert. Die SFKV ist der grösste Dachverband der Schweiz und umfasst 21 Unterverbände, welche selbständige Verwaltungen sind, auch gibt es einen Kantonalen Verband des Kantons Bern.
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Bedeutung
| Allgemeines
Bedeutung Ein deutliches Symbol dafür, dass Kegeln und Bowling international an Bedeutung gewonnen haben, sind drei bedeutende Ereignisse im Jahr 2005:
Vom 14.-21. Mai 2005 wurden in Hagen (Westfalen) die XII. Europameisterschaften im Sportkegeln auf Scherenbahnen mit Teilnehmern aus zwölf Nationen ausgetragen. Vom 29. Mai bis zum 4. Juni 2005 fanden in Novi Sad (ehemals Neusatz) in Serbien-Montenegro die XXVI. Weltmeisterschaften im Sportkegeln auf Classic-/Asphaltbahnen statt.
Das Weltsportereignis schlechthin fand im Sommer 2005 in Duisburg und den Partnerstädten Bottrop, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr statt: Vom 14.-24. Juli 2005 wurden dort die World Games mit 3.500 Sportlern aus 100 Nationen ausgetragen. Schirmherren des spektakulären Leistungsvergleiches in 177 Disziplinen, darunter die Präzisionssportarten Kegeln und Bowling, waren das Internationale Olympische Komitee / IOC und der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Sportkegeln im Bereich Classic - Allgemeines
Sportkegeln wird im allgemeinen als Mannschaftssportart gespielt. Eine Mannschaft besteht aus sechs Spielern in manchen unteren Klassen auch vier Spieler. Auch werden Einzel- Paar- und Mixed-Meisterschaften abgehalten. Neu dazugekommen sind Tandem- und Sprintbewerbe, die im KO System gespielt werden.
100/200 Wurf im DKBC Das im DKBC (also dem Classic-Bereich des DKB) betriebene Spielverfahren gliedert sich in Mannschaftsspiele zu je sechs Spielern (außer in der untersten Klasse, in der mit je vier Spielern gespielt wird). Bei Damen- und in den unteren Herrenklassen werden pro Spieler/in 100 Wurf über zwei Bahnen, ab der Bezirksliga werden bei den Herren pro Spieler 200 Wurf über vier Bahnen gespielt. Ein Durchgang ist zeitlich auf 20 Minuten begrenzt. Jeder Spieler/in absolviert pro Bahn 50 Wurf kombiniert (25 Wurf in die Vollen und 25 Wurf Abräumen) wobei zuerst auf die Vollen gespielt wird. Nach einem Durchgang wechselt der Spieler mit seinem Gegner die Bahn. Sein Ergebnis wird auf die jeweilige Bahn übertragen. Alle Spielergebnisse von allen sechs oder vier Spieler werden zusammengezählt und dem Gegner gegenübergestellt. Gewonnen hat jene Mannschaft, die mehr Kegel hat. Unentschieden ist bei Kegelgleichheit. Weiterhin werden neben den Mannschaftsmeisterschaften in jedem Jahr auch Einzelmeisterschaften im DKBC zur Ermittlung der deutschen Einzelmeister durchgeführt. Hierbei müssen sich die Einzelspielerinnen und -spieler über Kreis-, Regional- und Landesmeisterschaften für das Finale qualifizieren.
120 Wurf International International und in den meisten anderen Europäischen Ländern wurden 120 Wurf kombiniert (30 Wurf je Bahn : 15 Wurf Volle, 15 Wurf Abräumen) über vier Bahnen mit sechs Spieler eingeführt. Gewertet wird Mann gegen Mann. Die 120 Wurf werden von Damen und Herren in allen Altersklassen gespielt ! Der Heimverein beginnt immer auf den ungeraden Bahnen. Nach jedem Durchgang (Satz), der zwölf Minuten dauern darf, wird ein Satzpunkt ausgespielt. Bei Kegelgleichheit gibt es einen halben Punkt für jeden Spieler. Danach wird die Bahn gewechselt. Nach vier Durchgänge bekommt der Spieler mit mehr Satzpunkten einen Mannschaftspunkt. Bei Satzgleichstand 2:2 bekommt der Spieler mit mehr Kegelanzahl den Mannschaftspunkt. Ist bei Satzgleichstand auch die Kegelanzahl gleich, so bekommt jeder Spieler einen halben Mannschaftspunkt. Zusätzlich gibt es für die Mannschaft mit mehr Gesamtkegeln zwei Mannschaftspunkte. Bei Kegelgleichheit jede Mannschaft einen Mannschaftspunkt. Anschließend werden die Mannschaftspunkte (sechs Spieler + Mannschaft) zusammengezählt. Insgesamt werden acht Mannschaftspunkte ausgespielt. Es ist daher ein Sieg von 8:0 bis 4,5:3,5 möglich sowie ein Unentschieden bei 4:4 Mannschaftspunkte. In die Tabelle bekommt der Sieger zwei Punkte, bei Unentschieden einen Punkt, der Verlierer null Punkte. Als zweite Wertung bei Punktegleichstand (Torverhältnis) werden auch die Mannschaftspunkte und die Satzpunkte in die Tabelle eingetragen.
Durch die Einführung der 120 Wurf wollte man ein einheitliches Spielsystem einführen, dass von allen Sportkegl in allen Altersklassen gespielt wird, da jedes Land verschiedene Wurfdistanzen und Punktesysteme hatte. Weiters wollte man die Spannung erhöhen, da bei jedem Satz bereits ein Punkt ausgespielt wird und eine Mannschaft auch mit mehr Gesamtkegel das Spiel verlieren oder unentschieden beenden kann.
Die 120 Wurf werden auch international bei Weltmeisterschaften, Europapokal, Einzelweltpokal, Championaten usw. gespielt.
Insgesamt gibt es 115.000 Classic-Kegler weltweit. Davon 82.000 aktive Spieler in Deutschland. Der Weltverband der Classic-Kegler (NBC) versucht entgegen den Wünschen der Mehrheit der Spieler in Deutschland, dieses System per Beschluss einzuführen. Da sich der Deutscher Keglerbund Classic (DKBC) gegen einen Eingriff in die nationale Hoheit wehrt, war Deutschland mehrfach international gesperrt. Bei den Weltmeisterschaften 2006 konnte Deutschland seine Spitzenstellung sofort wieder untermauern. Im Februar 2007 wurde vor einem Gericht in Wien ein Vergleich geschlossen, der besagt, dass die deutschen Kegeler bei ihrem System bleiben können, jedoch ein Play-Off nach internationalem System spielen müssen, um international bei den Pokalwettbewerben startberechtigt zu sein.
Kegel Derzeit werden im Aktivenbereich zwei unterschiedliche Kegelformen gespielt: Der gerade geschnittene 2000-Kegel und der bauchige Top-Kegel. Die Wahl der Kegelform, welche auf einer Kegelbahn zum Einsatz kommt, kann während der Saison geändert werden solange auf allen Bahnen die gleichen Kegel eingebaut sind. Aktuell (2006) werben Hersteller und manche Verbände für den bauchigen Top-Kegel, da mit diesem ein besserer Kegelfall und bessere Schlagergebnisse verbunden sein sollen. Außerdem reduzieren sich die „Durchläufer“(ein Schub, der zwischen allen Kegeln durchläuft) mit der Jugendkugel.
Ergebnisse, Holzzahlen Die Ergebnisse (Kegelsumme oder auch Holzzahl, da ein gefallener/umgeworfener Kegel als ein Holz gerechnet wird) im (Sport)kegeln hängen von vielen Faktoren ab, die gemeinsam zusammenspielen und auf die sich ein (Sport)kegler einzustellen hat. Die wesentlichen Faktoren sind: die Kegelform (tatsächlich hat sich herausgestellt, dass durch den Top-Kegel im Allgemeinen bessere Zahlen möglich sind), die Bahnpflege (durch das Aufbringen von Gleitmitteln gemäß Reglement kann das Schlagverhalten maßgeblich verbessert werden), der Kugel-Lauf (Gerade, Bogen, Drall) usw. Entscheidend ist daher, wie gut sich ein Spieler auf eine Kegelbahn einstellen kann.
Durch die genannten Faktoren können die erzielten Einzelergebnisse teilweise stark voneinander abweichen. Die folgenden Zahlen sind also als grobes Mittel zu verstehen.
Am Ende eines Spiels erreicht ein durchschnittlicher Spieler auf 100 Wurf etwa 400-450 Holz.Auf Bohlebahnen beträgt die durchschnittliche Holzzahl eines Sportkeglers 700 Holz. Ein durchschnittlicher Spieler erreicht auf 200 Wurf etwa 850-950 Holz, sehr gute Spieler erreichen hier 1000 Holz und mehr. Jedoch sind auch mehr Holz bei Bundesligaspielern möglich und werden auf guten Bahnanlagen (s.o.) des öfteren erreicht.
Bei 120 Wurf erreicht eine durchschnittliche Spielerin etwa 520 Holz, der Weltrekord liegt aktuell bei 694 Holz; ein Sportkegler (Bohle) etwa 840 Kegel.
Ligen 1. Bundesliga (in 2 Gruppen unterteilt) - 2.Bundesliga - 3. Bundesliga - „Bayernliga“ (Verbandsliga) - Landesliga Nord / Süd - Regionalligen (meistens zwei Regierungsbezirke zu einer Liga zusammengeschlossen) - Bezirksligen - Kreisklassen -
Deutsche Mannschaftsmeister: Jahr Damen 2008 SKC Viktoria Bamberg 2007 SKC Viktoria Bamberg 2006 SKC Viktoria Bamberg 2005 SKC Viktoria Bamberg 2004 SKC Viktoria Bamberg 2003 SKC Viktoria Bamberg 2002 SKC Viktoria Bamberg 2001 SKC Viktoria Bamberg 2000 SKC Viktoria Bamberg 1999 KSC 1961 Viernheim 1998 Dresdner SV 1910 1997 Blau-Weiß Hockenheim 1996 KSC 1961 Viernheim 1995 KSC 1961 Viernheim 1994 KSC 1961 Viernheim 1993 DSKC Eppelheim 1992 KSC 1961 Viernheim 1991 KSC 1961 Viernheim 1990 TSV Schott Mainz 1989 DSKC Eppelheim 1988 DSKC Eppelheim 1987 TSV Schott Mainz 1986 ESV 51 Pirmasens 1985 TSG 61 Kaisersleutern 1984 1.FKC Wolfsburg 1983 1.FKC Wolfsburg 1982 Komwt Wiesbaden 1981 KSVg Stuttgart-Nord 1980 Alt Heidelberg 1979 Komet Wiesbaden
Jahr Herren 2008 SKV Rot-Weiß Zerbst 2007 SKV Rot-Weiß Zerbst 2006 SKV Rot-Weiß Zerbst 2005 SKC Viktoria Bamberg 2004 SKC Viktoria Bamberg 2003 SKC Staffelstein 2002 SKC Viktoria Bamberg 2001 SKC Viktoria Bamberg 2000 SKC Viktoria Bamberg 1999 Frei-Holz Plankstadt 1998 Vollkugel Eppelheim 1997 SKC Viktoria Bamberg 1996 Frei-Holz Plankstadt 1995 Frei-Holz Plankstadt 1994 Frei-Holz Plankstadt 1993 SKC Viktoria Bamberg 1992 SKC Viktoria Bamberg 1991 Rot-Weiß Sandhausen 1990 SKC Viktoria Bamberg 1989 Rot-Weiß Sandhausen 1988 Olympia Mörfelden 1987 Olympia Mörfelden 1986 Olympia Mörfelden 1985 Olympia Mörfelden 1984 Vollkugel Eppelheim 1983 Vollkugel Eppelheim 1982 Vollkugel Eppelheim 1981 Vollkugel Eppelheim 1980 Vollkugel Eppelheim 1979 Rot-Weiß Sandhausen
Sportkegeln im Bereich Schere - 120 Wurf beim Scherekegeln Sportliches Kegeln in der Sektion Schere, setzt sich aus zwei grundsätzlichen Spieltechniken, dem Spiel in die Vollen und das Abräumspiel, zusammen. Beim Spiel in die Vollen hat der Sportler bei jedem Wurf ein komplettes Kegelspiel, in der Fachsprache auch Bild genannt, auf das er spielt. Gewertet wird bei vorgeschriebener Wurfzahl, die Zahl der abgespielten Kegel. Demgegenüber muss der Spieler beim Abräumspiel – wie der Name schon aussagt – solange auf die Kegel spielen, bis alle abgespielt worden sind. Lediglich der Mittelkegel, König genannt, darf stehen bleiben. Dies alles geschieht mit Gassenzwang. Auf den ungeraden Bahnen wird mit der linken Gasse Volle, auf den geraden mit der rechten Gasse Volle begonnen. Nach 15 Wurf folgt dann das Abräumen in die andere Gasse statt. Sowohl das Spiel in die Vollen als auch das Abräumspiel ist sehr variantenreich, da keine Scherenbahn gleich ist wie die andere. Der Kegler ist daher gezwungen, sich bei wechselnden Kegelbahnen immer wieder an die besonderen Verhältnisse der Kegelbahn anzupassen um sein Ziel, viele Kegel abzuspielen, zu erreichen. Dies kommt davon, weil jede Bahn eine andere Kehlung hat, da jede Bahn irgendwann einmal von Hand gehobelt und geschliffen wird. Gespielt werden im Wettkampfbetrieb, in der Sektion Schere ab dem 14. Lebensjahr, 120 Wurf Kombiniert. Dies Bedeutet, dass auf jeder Bahn 30 Kugeln geworfen werden, davon sind jeweils 15 Volle und 15 Abräumen. Bei dieser Spielpraxis gilt 700 landläufig als Schnitt, doch wer in höheren Klassen spielen möchte, der muss auch höhere Zahlen werfen, also 800 und mehr. In der Bundesliga werden oftmals 900 Pins geworfen. Der Weltrekord (kann nur bei Weltmeisterschaften geschlagen werden) liegt zwar bei 962, in der 1. Bundesliga warf Holger Mayer (einer der besten deutschen Kegler) allerdings am 3. November 2007 1010 und am 6. Dezember 2008 1026. Kegel Im Bereich Schere konnte sich der bauchige Kegel nicht durchsetzen, da der Faktor Glück extrem zunahm. Und da der 2000-Kegel ordentlich fällt, wird dieser auf fast allen Bahnen weitergespielt.
Kegeln als Freizeitbetätigung
Im Classic-Bereich unterscheidet man Breitensportkegeln und Freizeit- oder Hobbykegeln. Breitensportkegler sind seit 2006 im DKBC organisiert und messen sich wie die Sportkegler in Ligen, auf Landes- und Deutschen Meisterschaften. 2007 wurde die erste Europameisterschaft ausgerichtet, 2008 wird es einen Europapokal geben, Veranstalter der EM und des Europapokals ist die Europäische Breitensport-Freizeitkegel Union (EBFU). Der Unterschied zu den Sportkeglern besteht lediglich dadurch, dass Breitensportkegler anstelle der Vollkugeln auch mit Lochkugeln spielen dürfen und die Ligen meist auf regionaler Ebene ausgetragen werden. Außerdem werden im Breitensport maximal 100 Kugel gespielt. Landesligen oder eine Bundesliga gibt es (noch) nicht. In Bayern wird ein überregionaler Wettbewerb, der Bayernpokal ausgespielt. Als Veranstalter agiert hier der Bayerische Sportkeglerverband (BSKV), Ausrichter ist die Vereinigung Bayerischer Freizeitkegler (VBFK).
Beim Freizeitkegeln stehen nicht wie beim Breitensport- oder Sportkegeln die sportliche Betätigung und der Wettkampf im Mittelpunkt, sondern vor allem die Geselligkeit und der Spaßfaktor. Freizeitkegeln ist daher strikt vom Breitensport- oder Sportkegeln zu trennen. In vielen Orten haben sich Männer und/oder Frauen zu Freizeit-Kegelklubs zusammengefunden. Zumeist wird eines oder mehrere aus der Vielzahl von Kegelspielen gespielt, und bestimmte Würfe wie „Pumpen“ („Pudel“, „Ratten“ = Nullwürfe), „Klingel“ („Kranz-Acht“, Neunerwurf), „Verpasster Einsatz“ usw. werden mit finanziellen Strafen belegt, um so Treffen und Ausflüge zu finanzieren.
Berühmt in diesem Zusammenhang sind die oft mehrtägigen Ausflüge der Freizeitkegler, die sich selbst als „Kegelbrüder“ (oder „-schwestern“) bezeichnen, die gemeinhin als „Kegeltouren“ bekannt sind. Ein äußerst beliebtes Reiseziel ist die Fränkische Schweiz oder Mallorca.
Sonderregel: Holzpflicht Die Holzpflicht ist eine Sonderregel beim Freizeitkegeln. Bei manchen Spielen ist es von Nachteil, eine bestimmte Anzahl von Kegeln zu werfen. Damit der Spieler deshalb nicht mit Absicht einen Pudel (in die Rinne neben der Bahn) wirft, muss er solange werfen, bis er mindestens ein Holz getroffen hat.
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Bowling
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Bowling
| Spielregeln
| Die Bowlingbahn
Bowling ist eine aus den USA stammende Variante des Präzisionssports Kegeln. Dabei wird mit einem mit Bohrungen für die Finger versehenden Ball auf eine Formation von zehn Kegeln (Pins) geworfen
Die Pins sind als gleichseitiges Dreieck mit einer Kantenlänge von 36 in (91,44 cm) angeordnet; eine Spitze des Dreiecks zeigt zum Spieler.
Ein Spiel (Game) besteht aus zehn Durchgängen (Frames). Ziel ist es, in jedem Frame die maximale Anzahl an Pins, also alle zehn, umzuwerfen. Dazu hat ein Spieler pro Frame maximal zwei Würfe. Räumt ein Spieler beim ersten Wurf alle zehn Pins ab, so nennt man das Strike. Werden alle Pins erst mit Hilfe des zweiten Wurfes in einem Frame abgeräumt, so ist das ein Spare. Können auch mit dem zweiten Wurf nicht alle Pins abgeräumt werden, so spricht man von einem Open Frame (offener Durchgang). Für die Punkte werden nun pro Frame die umgeworfenen Pins gezählt. Bei einem Spare werden zusätzlich zu den zehn Punkten (für zehn Pins) auch die Punkte des nächsten Wurfs gezählt, die höchste erreichbare Punktzahl ist hierfür also 20. Beim Strike werden sogar die nächsten zwei Würfe mitgezählt, so dass sich die Höchstpunktzahl je Frame auf 30 erhöht. Wird im letzten Frame des Spiels ein Spare erzielt, darf noch ein dritter Ball geworfen werden, um das Ergebnis zu ermitteln. Wird ein Strike geworfen, folgen noch zwei Extrawürfe. Das höchste zu erreichende Ergebnis ist damit 300 Pins (perfektes Spiel), das heißt zwölf Strikes in Folge in einem Spiel.
Die Bowlingbahn besteht aus lackiertem Holz oder aus Kunststoff. Üblicherweise wird sie regelmäßig mit einem dünnen Ölfilm überzogen. Das letzte Drittel der Bahn ist trocken. Bei einem Hakenball sorgt das Öl dafür, dass die Seitenrotation erst kurz vor den Pins Wirkung zeigt. Wäre die Bahn gänzlich ungeölt, würde jede Rotation den Ball unmittelbar in die Rinne befördern. Fortgeschrittene Spieler besitzen mehrere Bälle unterschiedlicher Härte, um sich auf die wechselnden Bedingungen durch mehr oder weniger Öl und die unterschiedliche Beschaffenheit der Bahn anzupassen.
Die Bahn wird in folgende Bereiche eingeteilt: Anlauf (Approach) der Bereich, in dem sich die Spieler bewegen, um ihren Wurf durchzuführen. Foulline (Foul Line) eine (meist) schwarze Linie, die Anlauf und Lauffläche voneinander abgrenzt. Zusätzlich ist diese durch eine Lichtschranke mit dem Computer verbunden. Wird diese ausgelöst, so wird für den Wurf ein F (Foul) eingetragen, die gefallenen Pins zählen nicht. Lauffläche (Lane) der 60 Fuß lange Bereich zwischen Anlauf und Pindeck. Dieser Bereich wird normalerweise von den Spielern nicht betreten. Der Ball durchläuft diesen Bereich auf seinem Weg zu den auf dem Pindeck stehenden Pins. Die Lauffläche ist geölt, um in erster Linie den Bahnenbelag zu schützen. Die Ölung macht aber auch für Sportler den Reiz des Spielens aus, da die Ölung ein mehr oder weniger anspruchsvolles Spiel verlangt. Die Lauffläche ist wiederum in drei jeweils 20 Fuß lange Bereiche unterteilt, die Heads, die Pines und das Backend (ein Bereich zwischen Öl und Pins, der nicht geölt wird, um den Bällen Haftung zu geben und ihnen Zeit zu lassen, einen „Hook“ in Richtung Gasse zu schlagen). Pindeck der Bereich, in dem die Pins stehen Rinne (Gutter) die tieferliegenden Bereiche rechts und links neben Lauffläche und Pindeck.
Abmessungen Breite der Bahn: 41 Zoll (1,04 m) Länge des Anlaufbereiches: mindestens 15 Fuß (4,57 m) Gesamtlänge der Bahn: 62 Fuß und 103/16 Zoll (19,16 m) Länge von der Foul-Linie bis zum ersten Pin: 60 Fuß (18,29 m) Länge vom ersten Pin bis zum Ende des Pindecks: 343/16 Zoll (0,87 m)
Die Pins Ein Pin besteht entweder aus einem Holzkern, der mit Kunststoff ummantelt ist, oder vollständig aus Kunststoff. Ein Pin ist 15 in (38,1 cm) hoch und hat einen Durchmesser von 4,75 in (12,06 cm). Die Masse liegt zwischen 3 lbs 6 oz (1,53 kg) und 3 lbs 10 oz (1,64 kg).
Bahnölung und -pflege In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Ölung der Bahn zu einer unverzichtbaren Komponente des Bowlingsports entwickelt. Ursprünglich diente sie vor allem bei den Holzbahnen als Schutz von Verschmutzung und Feuchtigkeit. Kunststoffbahnen, wie sie heute vorwiegend vorkommen, sind nicht mehr so empfindlich. Holzbahnen müssen in regelmäßigen Abständen abgeschliffen und neu lackiert werden. Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre ging eine wahre Materialschlacht auf dem Bowlingsektor los. Ballhersteller erfinden neue Oberflächen (siehe Der Ball), die dem Öl trotzen – die Bahnenhersteller erfinden neue Ölungen – so geht dies als Wechselspiel bis heute. Seit einigen Jahren gibt es im Sportbowling vorgeschriebene Standards bei den Ölungen. Eine gute Bahnpflegemaschine beherrscht diverse Varianten von Ölmustern. Diese Maschinen fahren über die Bahn, waschen zuerst den abgenutzten Ölfilm und den Schmutz weg und tragen parallel dazu einen neuen Ölfilm auf. Bei internationalen Meisterschaften bzw. großen Turnieren hängt das verwendete Ölmuster in der Regel zur Info für die Spieler aus (siehe Grafiken). Die Bahnen werden dann vor jedem Durchgang geölt, um einen gleich bleibenden Standard und damit gleiche Chancen für alle Spieler zu gewährleisten. Im täglichen Spielbetrieb ist eine häufige Ölung aus Kostengründen nicht möglich. Hier unterscheiden sich die Bahnbetreiber in ihrer Kundenausrichtung. Eher auf Spaß-Publikum abzielende Betreiber betreiben lediglich eingeschränkte Bahnpflege (dies oft nur einmal in der Woche), was sowohl zum Ausbleiben von Sportbowlern führt, als auch zu einem schnelleren Verschleiß der Bahnoberfläche führt. Bahnbetreiber, die auch Sportbowler ansprechen, ölen ihre Bahnen täglich.
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Zählsysteme
| Spieltechnik
| Anlauf
Das Zählen beim Bowling erfolgt heutzutage meistens automatisch. Vor Einführung der Bahncomputer wurde per Hand gezählt. Zunächst mittels Spielformularen aus Papier, auf denen die Ergebnisse eingetragen wurden. Später in den 1960er Jahren gab es dann auch schon Projektoren, die das Ergebnis auf eine Tafel projizierten, aber auch hier musste noch von Hand eingetragen werden. Das erfolgte mit einem abwischbaren Stift auf transparenter Folie.
Seit den 1970er Jahren lösten automatische Zählsysteme das manuelle Aufschreiben und Zusammenrechnen nach und nach ab. Eine optische Leseeinheit (Kamera, Lichtschranke, Infrarotsensoren) liest den Stand der verbleibenden Pins aus und überträgt das Ergebnis zu einem Computersystem, welches den Punktestand automatisch ausrechnet. Bei fehlerhaftem Zählen des Systems, z. B. wenn ein umgeworfener Pin nicht registriert wird, kann das Ergebnis manuell am Computerpult der Bahn korrigiert werden. An den Grundlagen dieses Systems hat sich bis heute nichts Wesentliches geändert, außer dass die einst grünen Tabellen durch bunte Bildschirmanimationen abgelöst wurden.
Ballhaltung Üblicherweise stecken die beiden mittleren Finger und der Daumen in den drei Löchern (konventionelle Bohrung), bei Fortgeschrittenen oft nur die Fingerkuppen (siehe Bohrung).
Bowling hat nicht primär mit Kraft zu tun. Der einzige Impuls, den der Ball mitbekommt, ist der aus der Pendelbewegung vor dem Loslassen des Balles.
Optimaler Einschlag
Ein Anfänger mit einem geraden Wurf sollte versuchen, bei mittiger Aufstellung über den dritten Pfeil zu werfen. Schaut man nicht auf die Pins sondern auf die Pfeile, die sich im ersten Drittel der Bahn befinden, erhöht dies die Genauigkeit. Wichtig ist, dass man sich bereits bei der Aufstellung zum Wurf immer auf den gleichen Punkt stellt.
Fortgeschrittene Bowler geben dem Ball eine seitliche Rotation, wodurch er einen Bogen oder Haken schlägt. Läuft der Ball schräg zwischen dem ersten und einem der beiden dahinter stehenden Pins ein, erhöht dies die Chance auf einen Strike gegenüber dem frontalen Einschlag eines geraden Laufes. Die Veränderung des Einschlagwinkels durch einen Bogen oder Haken lässt den Ball auf ideale Weise durch die Pins laufen: Bei einem mustergültigen Strike läuft der Ball (bei Rechtshändern) zwischen Pin 1 und 3 ein und erreicht danach Pin 5, der seinerseits die 8 trifft. Von der 5 abgelenkt trifft der Ball Pin 9. Die zuerst getroffenen Pins 1 und 3 fallen zur Seite. Pin 1 fällt auf die 2, diese auf die 4 und die 4 trifft die 7. Pin 3 räumt auf gleiche Weise 6 und 10 ab. Ohne Rotation und bei flacherem Winkel ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Ball nach der Ablenkung durch Pin 1 die 5 nicht mehr erreicht, die 8 bleibt ebenfalls stehen. Durch einen minimal schlechteren Winkel kann es auch passieren, dass die Kettenreaktion an den Seiten nicht vollendet wird. Dann bleiben Pin 7 oder 10 (im schlimmsten Fall beide) stehen. Auch wenn der Ball zu frontal auf die 1 trifft, ist eine Kettenreaktion zu den Seiten Glücksache, was oft nicht räumbare Splits zur Folge hat.
Den oben beschriebenen, optimalen Eingang nennt man „in the pocket“. Geht der Ball jedoch links am Headpin vorbei (bei einem Rechtshänder), so nennt man dies einen „Brooklyn“-Eingang.
Die Vier-Schritte-Technik ist die häufigste Anlauftechnik:
Der Spieler stellt sich ca. 4½ Schritte von der Foulline auf. Die Position des Standortes wird je nach Spielweise und Bahnenbeschaffenheit gewählt. Das bedeutet, dass ein geübter Hook-Spieler sich unter Einbeziehung der Versetzung des Balles einen entsprechenden Punkt am Anlauf aussucht. Dieser Punkt variiert unter Umständen während des Spiels aufgrund von Veränderungen in der Bahnbeschaffenheit.
Der Erster Anlaufschritt (Rechtshänder mit dem rechten Fuß) ist kürzer als die anderen. Gleichzeitig bringt man den Ball, welchen man vorher in einer bequemen Position vor dem Körper (ca. Brusthöhe) gehalten hat, gerade nach vorn – hier kann auch noch die andere Hand unterstützen. Beim zweiten Schritt pendelt der Ball von der vorderen Position nach hinten – hier lässt man einfach das Gewicht des Balles arbeiten. Beim dritten Schritt befindet sich der Ball nun am höchsten Punkt hinter dem Körper. von dort kommt er mit Hilfe der Schwerkraft nun wieder nach vorn. Der vierte Schritt ist der „Gleitschritt“. Der Spieler verlagert das Gewicht auf den linken Fuß (bei Rechtshändern) und steigt auf den Fußballen, um das letzte Stück bis zur Foulline zu gleiten (die Länge variiert je nach Spielweise sehr stark). Währenddessen kommt der Ball nach vorn – die Hand befindet sich unter dem Ball, als würde dieser in der Handfläche liegen.
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Abgabe
| Der Ball
| Die Bohrung
Sobald der Ball den Standfuß passiert, kommt der Abgabeprozess. Der Daumen wird „zugemacht“, somit rutscht dieser aus dem Daumenloch heraus – in der Zwischenzeit bremst man die Gleitphase mit der Ferse des Standfußes. Die Hand geht nach vorn und folgt der natürlichen Bewegung, d. h. das Gelenk macht eine 90-Grad-Drehung nach innen. Die Finger (die sich noch in den Fingertips befinden), werden auf Spannung gebracht und der Ball wird seitlich etwa in Handshake-Position losgelassen, das erzeugt bei einem Rechtshänder einen Linksdrall. Folglich ist das Ziel zwischen Pin 1 und 3 anzuvisieren. Der nach rechts rotierende Ball eines Linkshänders hat das Ziel zwischen den Pins 1 und 2.
Da der Profi ebenfalls auf die dreieckigen Pfeile zielt, sucht er einen Pfeil weiter seitlich, um die Rotation einzubeziehen. Ein Rechtshänder wird einen der drei Pfeile auf der rechten Hälfte wählen und alle Würfe darüber laufen lassen. Einen gänzlich anderen Pfeil zur Korrektur wird er nicht (oder nur, wenn die Bahnbeschaffenheit es unumgänglich macht) nehmen, sondern üblicherweise die Grundposition verändern. Dafür sind die standardmäßig vorhandenenen Markierungen im Anlaufteil der Bahn nützlich. Von diesen Punkten aus werden die einzelnen Leisten abgezählt. Auch die meisten Würfe auf die stehen gebliebenen Pins werden in dieser Weise absolviert.
Typen Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Bowlingbällen: Strike- und Sparebälle (auch Hausbälle). Der Umfang der Bälle beträgt nicht mehr als 27 Zoll. Das entspricht einem Durchmesser von 218,3 mm. Das Gewicht eines Bowlingballs liegt zwischen 6 und 16 lbs (selten gibt es ½ lbs Schritte) und steht häufig auch auf der Außenseite des Balles.
Der Strikeball Der Strikeball (auch Hakenball, Reaktivball oder Anwurfball genannt) wird zum Anwurf; also zum Wurf auf alle zehn Pins verwendet. Durch seine Laufeigenschaft, den Bogen bzw. Haken, den der Ball schlägt, sowie durch die Energie, die der Ball beim Lauf aufbaut, soll mit diesem Ball ein Strike erzielt werden bzw. das Umwerfen der größtmöglichen Anzahl an Pins. Da der Ball einen Bogen macht (bei Rechtshändern nach links bzw. bei Linkshändern nach rechts), soll hier der ideale Eingang in die Gasse (bei Rechtshändern zwischen Pin 1 und 3) erzielt werden, wodurch der Pinfall für einen Strike ermöglicht wird.
Der Ball besteht aus drei Komponenten, dem Coverstock (äußere Schale), dem Core (Kern) und einem Füllmaterial, dass den Raum zwischen Kern und Coverstock ausfüllt und je nach Verdichtung zur Regulierung des Gewichtes dient.
Der Coverstock wird heute aus einer großen Vielfalt verschiedener Kunststoffverbindungen hergestellt. Viele Firmen haben eigene, rechtlich geschützte Namen dafür. Jede dieser Oberflächen unterscheidet sich in der Zusammensetzung des Kunststoffs und diverser Fremdkörper, die darin eingearbeitet sind (so genannte Partikel). Auch werden die Oberflächen je nach Eigenschaften des Balls „gesanded“, also angeschliffen, oder „polished“ - poliert. Dies muss in einem „Ball-Steckbrief“ angeführt sein. Anschleifen steht für raue und griffige Oberflächen, bei so genannten „Öl-Bällen“; diese werden auf frisch- bzw. stark geölten Bahnen eingesetzt. Sie greifen früher auch noch im Öl und können daher früher anrollen und somit die „Backend Motion“, den Curve oder Hook, ausführen. Polierte Bälle hingegen sind für trockene oder abgespielte Bahnen. Diese haben eine längere Gleitphase und können dann trotzdem noch genug Energie aufbauen.
Der Kern, auch Core genannt, ist der hoch verdichtete Mittelpunkt eines Strikeballes. Die Kerne haben sich im Laufe der Jahre stark weiter entwickelt. Waren es früher birnen- oder flaschenförmige Teile, unterscheidet man heute eine Vielzahl von Variationen. Die Position des Kerns wird durch den so genannten PIN auf dem Ball angezeigt. Der Pin ist ein farbig markierter Punkt von gut einem Zentimeter Durchmesser. Der PIN bezeichnet aber nicht den Schwerpunkt des Balles, sondern dieser wird gesondert vermessen und markiert, meist durch einen kleinen, eingestanzten Punkt. Mit Hilfe des Schwerpunktes und der PIN-Stellung kann man durch eine entsprechende Bohrung des Balles die Laufeigenschaften beeinflussen (siehe Bohrung). Des Weiteren beeinflusst auch die Entfernung des Kerns von der Schale die Laufeigenschaften. Dies nennt man RG (Radius of Gyration). Dieser Wert wird in Zoll ausgedrückt, daher unterscheidet man zwischen High RG und Low RG Bällen. Je kleiner (lower) das RG ist, desto leichter ist der Ball in Rotation zu versetzen.
Durch die Bohrung im Zusammenspiel mit dem Kern bekommt der Ball eine gewollte Unwucht, die beim Einschlag in den Pins hilft, mehr Dynamik zu erzeugen. Diese Unwucht wird durch internationale Regeln auf maximal eine Unze mehr Gewicht in Richtung der Finger oder des Daumens (vom Griffzentrum aus) und maximal einer Unze mehr Gewicht auf die linke oder rechte Seite (ebenfalls vom Griffzentrum aus) sowie maximal drei Unzen mehr Gewicht auf der Seite des Griffzentrums (topweight) oder gegenüber dem Griffzentrum (bottomweight) begrenzt. Um den Ball, wenn sich dieser nach der Bohrung außerhalb der erlaubten Grenzen befindet, wieder regelkonform zu bekommen, darf ein Gewichtsausgleichsloch in den Ball gebohrt werden.
Durch das Zusammenspiel der oben genannten Komponenten wird die Laufeigenschaften des Balles bestimmen. Diese Laufeigenschaften sind z. B. die Länge des Balllaufs, die Art des Bogens (Hook) und die Geschwindigkeit (Energie), die der Ball beim „hooken“ aufbaut.
Der Spareball Der Spareball wiederum macht keinen Bogen, läuft also geradeaus. Dieser wird zum Abräumen von stehen gebliebenen Pins verwendet
Räumbälle, auch Hausbälle oder Sparebälle genannt, bestehen meist aus Polyester. Diese haben in der Regel keinen Kern, meist nur eine etwas stärker verdichtete Zone. Daher zeichnen sich diese Bälle durch ihren geraden Lauf aus. Dieser Ball findet seine Verwendung beim Abräumen (Sparen) der einzelnen, stehen gebliebenen Pins. Dies ist aber nicht zwingend, da bei gewissen Pin-Stellungen auch der Strikeball (mit Bogen) zum Abräumen verwendet werden kann.
Im Gegensatz zu Hausbällen gibt es Sparebälle in vielen bunten Designs. Durch die Polyesterschale sind der Fantasie von Designs und Bildern kaum Grenzen gesetzt. Auch gibt es so genannte „Show-Bälle“, welche aus einem klaren Kunststoff sind und eine Figur oder Symbol in der Mitte eingegossen haben (z. B. Schlangen, Totenköpfe etc.). Ein Spareball wird wie ein Strikeball ebenfalls an die Hand des Spielers angepasst (siehe Bohrung).
Die Hausbälle sind eher schlicht gehaltene Polyesterbälle, die meist farblich nach Gewicht abgestimmt sind (gleiches Gewicht, gleiche Farbe). Sie liegen in den Bowlingcentern meist zwischen 6 und 16 lbs auf und sind alle konventional vorgebohrt. Der Spieler muss sich durch eine Reihe von Bällen durchprobieren, um einen Passenden zu finden.
Die Fingerlöcher eines Bowlingballs werden als Bohrung bezeichnet. Hier unterscheidet man in der Regel zwischen der Konventionalbohrung, wie sie bei Hausbällen vorgefunden wird, und der Fingertip-Bohrung, wie es bei Sportbowlern üblich ist.
Bei der Konventionalbohrung werden die Löcher so angesetzt, dass der Daumen komplett im Loch verschwindet und der Mittel- und Ringfinger bis zum zweiten Fingergelenk in die Löcher passen. Da hier keine Inserts (Einlagen) in die Löcher gemacht werden, ist somit ein sicherer Griff möglich.
Bei der Fingertip-Bohrung sitzt der Daumen ebenfalls vollständig im Daumenloch, Mittel- und Ringfinger jedoch nur noch bis zum ersten Fingergelenk. Damit vergrößert sich der Span (die Strecke zwischen Daumenloch und Fingerlöchern), was dazu führt, dass sich die Auflagefläche des Balles in der Hand vergrößert, wodurch sich die Ballkontrolle erhöht. Um hier einen sicheren Griff zu gewährleisten, werden in die Löcher meist sogenannte Inserts eingearbeitet. Für den Daumen ist das ein Vinyl-Einsatz, der durch seine Glätte und Härte ein schnelles und sicheres Herausgleiten des Daumens gewährleistet. Die Finger-Inserts sind aus Gummi oder Silikon und daher sehr griffig, somit hat man einen guten Halt und kann dem Ball die notwendige Rotation mitgeben. Dadurch ist es erst möglich, dem Bowlingball bei der Abgabe jenen Drall mitzugeben, den er dann im Backendbereich für einen Hook benötigt.
Bei der Fingertipbohrung werden drei Kriterien berücksichtigt: Die Hand des Bowlers (die Bohrung wird genau vermessen), die Spielweise des Bowlers (vor allem bei der Stellung des Pins und des Schwerpunktes des Balles) und die Eigenschaften des Bowlingballs selbst (Laufeigenschaften, Coverstock, Entfernung des Kerns von der Schale usw.).
Es dürfen laut internationalen Regeln maximal zwölf Löcher in den Bowlingball gebohrt werden, was in der Praxis jedoch nur selten vorkommt: Fünf Fingerlöche für den Griff, je Fingerloch ein Lüftungsloch (vent-hole - maximal 1/4 Zoll Durchmesser), ein Gewichtsausgleichloch (balance hole - maximal 11/4 Zoll Durchmesser) und ein Materialausgleichloch (mill hole - maximal 5/8 Zoll Durchmesser und maximal 1/8 Zoll Tiefe).
Die Bohrung eines persönlichen Balles (im Gegensatz zu den auf den Bowlinganlagen für jeden benutzbaren „Hausbällen“) wird im Allgemeinen durch einen speziell ausgebildeten Ballbohrer durchgeführt, da außer einer perfekten Passform (Durchmesser der Löcher, Abstände der Finger zum Daumen und Winkel der Finger-/Daumenlöcher) bei heutigen Highend-Bällen durch die Lage der Bohrung zum im Ball befindlichen Kern die Laufeigenschaften des Balles noch einmal (außer durch die Oberfläche) verändert werden können.
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Ausrüstung
| Handgelenkstützen
| Sonstiges Zubehör
Schuhe Der Bowlingschuh ist neben dem Ball der wichtigste Bestandteil der Ausrüstung des Spielers. Da der letzte Anlaufschritt ein Gleitschritt ist, hat der Schuh eine Gleitsohle – aus Leder oder Teflon – und eine Absatze aus Gummi. Einsteigerschuhe kommen heutzutage modernen Sportschuhmodellen optisch sehr nahe und haben eine Standard-Gleitsohle – diese meist auf beiden Schuhen, um diese universell für Links- und Rechtshänder verwendbar zu machen. Die Verleihschuhe im Bowlingcenter entsprechen im Schnitt und der Optik noch den traditionellen Bowlingschuhen, oft in den Farben rot/weiß/blau. Meist sind diese auch sehr aufwändig verarbeitet (rahmengenähte Sohlen etc.), um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.
Schuhe für ernsthaftes Sportbowling sind technisch weitaus ausgereifter. Viele Marken bieten Schuhe mit so genannten „Wechselsohlen“ an. Das bedeutet, dass man die Sohlen und Absätze je nach Beschaffenheit der Anlauffläche variieren kann. Von Maximum Slide (Gleiten) und Minimum Brake (Bremse) bis zur umgekehrten Variation. In der Regel bedeutet das die Auswahl von vier bis sechs Sohlen und zwei bis vier Absätzen. Die Sohlen gehen hier von extrem rauen und langfasrigem Leder (Minimum Slide) bis hin zu Filz (Maximum Slide). Die Absätze haben hier verschiedene Härten des Gummis bis hin zu einem Zackenmuster (Maximum Brake). Die unterschiedlichen Sohlen und Absätze können einfach getauscht werden, da diese mit Klettverschluss befestigt sind. Die Gleitsohle befindet sich bei diesen Schuhen nur auf jener Seite, mit der man gleitet, d. h. hier unterscheidet man zwischen Links- und Rechtshändermodellen. Der andere Schuh hat eine normale Sohle aus Gummi. Auch haben solche Schuhe eine verhältnismäßig große Lauffläche, um dem Spieler einen sicheren Stand zu geben. Die modernen Schuhe sind größtenteils aus Känguruleder gefertigt, da dieses sehr leicht, aber strapazierfähig ist. Die Schuhe sind oft sehr teuer, halten dafür aber sehr lange.
Handgelenkstützen (Wrist Support) dienen dazu, dem Bowlingspieler eine Unterstützung für das Handgelenk zu geben. Bei der Abgabe des Balles soll der Handrücken gerade sein. Da vielen Menschen die dazu nötige Kraft fehlt, kann man dies mit einer entsprechenden Handgelenkstütze korrigieren. Diese gibt es in einer großen Vielfalt, man unterscheidet in der Regel unter drei Kategorien:
Handschuhe mit Stützfunktion sind Handschuhe, die ca. 5 bis 10 cm über das Handgelenk hinaus gehen. Der Handschuh hat eine Aussparung für den Daumen und ist am Mittel- und Ringfinger abgeschnitten. Damit kann der Ball problemlos gehalten werden. In der Oberseite des Handschuhs ist eine Eisenschiene eingearbeitet, die den Handrücken stützt. Das gesamte Konstrukt wird mittels Klettverschluss fixiert. Die Eisenschiene lässt sich entfernen, um den Handschuh waschen zu können. Meist bestehen diese Handschuhe aus einer Kombination von Leder und Kunststoff.
Einfachen Schienen fehlt der Handschuh, d. h. diese werden nur am Handrücken mittels Klettverschlüssen befestigt. Der Aufbau besteht meistens aus einer Schaumstoffschicht, die auf dem Handrücken aufliegt, und darüber aus der eigentlichen Schiene aus Metall oder Kunststoff. Oft haben diese auch eine kleine Extension, die auch den Zeigefinger unterstützt, damit dieser bei der Abgabe am Ball bleibt, um den Rotationseffekt zu unterstützen.
High-Tech-Schienen sind im Aufbau ähnlich der oben genannten Schienen, jedoch verfügen diese über eine Einstellmöglichkeit für den Winkel des Handgelenkes nach innen oder außen und auch nach oben und unten. Hiervon verspricht man sich, die Laufeigenschaften bzw. Rotationszahlen des Balles noch weiter zu beeinflussen.
Es wird empfohlen, unter dieser Handstütze einen Frottee-Unterzieher zu tragen. Dieser nimmt den Schweiß auf, verhindert Geruchsbildung und erleichtert die Reinigung.
Auch gibt es Handschuhe ohne Stützfunktion. Diese sind wie der oben beschriebene Handschuh aufgebaut, aber es fehlt die Überlänge und die Schiene. Diese Handschuhe werden meist dazu getragen, um die Griffigkeit zu erhöhen, da die Innenseite (Auflagefläche) meist gummiert ist bzw. mit Gumminoppen versehen ist.
Es gibt ebenfalls eine Vielfalt an Produkten zur Reinigung und Pflege der Bälle. Die meisten haben die Aufgabe, dass vom Ball während des Spielens aufgenommene Öl zu neutralisieren. Auch den Schmutz, der hauptsächlich in der Maschine und am Kugelrücklauf auf den Ball kommt, wird entfernt. Mit einigen Mitteln kann man auch die Laufeigenschaft des Balls verändern.
Eine Drahtbürste zur Behandlung der Gleitsohle an den Schuhen, eine Variation an Handtüchern für sich und für den Ball, oder auch Mikrofasertücher zur Ballreinigung, Produkte zur Verarztung von kleinen Wunden, Schuh-Überzieher, um die Sohle zu schonen, und einige „Gripsacks“, mit verschiedenen Materialien gefüllte Beutel oder Bälle, um einen sicheren Griff zu haben.
Manche Bowler führen auch Werkzeug mit sich. Hier gibt es Werkzeug-Kombinationen, die es einem Bowler ermöglichen, während des Spielens die Fingerlöcher zu bearbeiten, sei es durch Ausschaben des Daumenlochs, wenn es zu eng ist, oder Abfeilen der Kanten, was aber auf offiziellen Turnieren während des Wettkampfes zumeist durch Regeln verboten ist.
Sportbowling Seit 1929 gibt es Bowling in Deutschland, 1931 wurden die ersten Einzelmeisterschaften ausgetragen. Es gibt eine Reihe von Turnieren mit teilweise hohen Preisgeldern in Deutschland. Auch ein Ligabetrieb für Mannschaften mit Bundesliga und mehrgleisigen Unterligen ist seit Jahrzehnten etabliert. Die Bowling Bundesliga der Herren wurde 1971 gegründet, 1973 folgte die Damenbundesliga. Insgesamt spielten 55 Mannschaften bei den Herren und 53 Mannschaften bei den Damen in der höchsten deutschen Spielklasse. Rekordmeister sind bei den Herren mit jeweils 8 Titel der 1. BC Duisburg und ASC Spandau Berlin, wobei Spandau 2004 aufgrund der Auflösung des Vereins die Bundesligamannschaft zurückziehen musste. Bei den Damen ist die Mannschaft NSF Berlin mit 12 Titel die erfolgreichste Mannschaft aller Zeiten. Außerdem hat Bowling in den Betriebssportligen eine hohe Beteiligung.
Mitgliederzahlen sind nicht einfach zu ermitteln. Bowling wird in Deutschland mit Kegeln gemeinsam geführt bzw. ist eine Unterart des Kegelns wie Bohle, Schere und Asphalt.
Während der Bowlingsport sich in den USA, Japan und auch in vielen europäischen Ländern (z. B. Skandinavien) sehr großer Beliebtheit erfreut, bleibt er in Deutschland auch nach vielen Jahrzehnten immer noch eine Randsportart. Zwar gilt dem „Spiel“ zumindest gewisse Aufmerksamkeit, jedoch nicht dem „Sport“. Die Bowlingbahnen in vielen Städten sind – nach einer Konsolidierungsphase in der 80er und 90er Jahren – oft ausgebucht, jedoch in der Regel von Hobbyspielern. Am Wochenende finden auch Turniere und Ligaspiele statt, daher sind die Bahnen oft tagsüber von Vereinsspielern besetzt.
Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig.Bowlingbahnen sind in Deutschland immer auch gastronomische Betriebe, keine Sportstätten. Das ist dem Image als ernstzunehmender Sport abträglich.
Die Gastronomie als Sportstätte brachte dadurch, dass dort üblicherweise Rauchen erlaubt war, auch immer eine Gesundheitsbelastung mit sich. Auch dies schadete dem Image des Bowling als ernstzunehmender Sport. Zusätzlich schreckte dies insbesondere – allerdings nicht ausschließlich – Nichtraucher ab.
Bowling ist in vielen Belangen ein teurer Sport. Das betrifft einerseits Investitionen in Bälle, Schuhe und sonstige Ausrüstung (u. a. Bowlingtasche), andererseits zusätzliche Entgelte bei jeglicher Benutzung der Bahnen. Die Mitgliedsbeiträge liegen oft unter denen anderer Sportvereine, enthalten jedoch nicht die Möglichkeit zur kostenfreien Bahnbenutzung und damit zu Training, Turnieren oder Ligaspielen. Einem Vereinsspieler wird zwar üblicherweise ein gewisser Rabatt gewährt, trotzdem bleibt bei intensivem Training die Bahnbenutzung ein großer Kostenfaktor. Bei Turnieren ist ein Startgeld üblich, die Erstplatzierten in ihren Alters- und Ranglistengruppen können jedoch Preisgelder gewinnen. Auch der Verzehr von Getränken wird für die Spieler zu einem nicht unbedeutenden Kostenfaktor, sofern mitgebrachte Getränke verboten sind - wie in der Gastronomie üblich. Bowlingbahnen gibt es in der Regel nur in größeren Städten. So ist möglicher Nachwuchs aus ländlichen Bereichen schwer zu rekrutieren. In den Städten gab es bis in die Neunzigerjahre zahllose Bahnbetriebe, oft auch zusammen mit Kegeln oder Billard. Im Laufe der Achtzigerjahre verschwanden immer mehr Bahnen, diverse Großstädte haben heutzutage nicht einmal halb so viele Spielmöglichkeiten wie damals. In einigen Großstädten schloss sogar die einzige Bahn, sodass einige Vereine plötzlich ohne Sportstätte dastanden. Im Laufe der letzten Jahre sind einige Bahnen neu eröffnet worden, die Spieler von einst kehren nach jahrelanger Abstinenz jedoch oft nicht mehr zurück. Außerhalb der Städte gibt es noch vereinzelt Bowlingbahnen, bei denen die Pins an Strippen aufgehängt sind, wie das eher vom Kegeln bekannt ist. Diese Bahnen erlauben allerdings kein vergleichbares Training, weil die Pins sich anders verhalten als bei Turnierbahnen.
Das Fernsehen ist für Bowling keine besonders unterstützende Plattform. Zwar zeigt der Spartensender DSF diverse Turniere, kann aber kein großes Zuschauerinteresse dafür verbuchen.
Bekannte Bowlingspieler Herren Horst Comes (2007 verstorben): 15 mal Deutscher Meister Utz Dehler: 15 mal Deutscher Meister Achim Grabowski: 15 mal Deutscher Meister, 5 mal Vize-Europameister, 3 mal Vize-Weltmeister Damen Martina Beckel: 2 mal Weltmeisterin Tanja Petty: 1 mal Weltmeisterin Bowling als Freizeitveranstaltung
Viele Bowlingcenter veranstalten sogenannte „Funbowlingtage“, auch bekannt als „Discobowling“, „Moonlightbowling“ o. ä. Die Bahnen werden z. B. mit Discolichtern beleuchtet und die Bowlingbälle sind fluoreszierend, in den Farben blau, grün, rot und gelb. In verschiedenen Spielarten erscheint manchmal ein farbiger Pin, welcher signalisiert, dass jetzt ein Strike erzielt werden muss oder nur bestimmte Pins abgeräumt werden dürfen. Beim Erfolg winken Preise.
Geschichte des Bowling Über die Geschichte des Bowling gibt es mehrere Versionen. Sicher ist, dass Kegeln bereits in der Antike verbreitet war und dass es mit den Einwanderern nach Amerika gebracht wurde. Der Vorgänger Kegeln soll bereits im alten Ägypten bekannt gewesen sein. In den Annalen ist weiter nachzulesen, dass sich diese Sportart bereits im Mittelalter in Westeuropa heimisch fühlte. Bowling ist geschichtlich gesehen das Ergebnis einiger trickreicher Überlegungen. Deutsche und holländische Auswanderer wollten in den Neuengland-Staaten nicht auf ihr Kegelspiel verzichten. Also schoben sie in der neuen Welt auf Lattenbahnen die kleine Kugel, um die neun Kegel umzuwerfen. In Connecticut wurde es 1837 verboten, da oft um Geld gespielt (und betrogen) wurde. Die Kegler ersannen eine List. Man fügte zu den neun Kegeln einen zehnten hinzu, nannte sie fortan Pins, stellte die Pins etwas anders auf und gaben dem neuen Spiel den Namen Bowling. Dies war also die Geburtsstunde einer Sportart, die sich immer rascher verbreitete und heute sogar verbreiteter ist als das ursprüngliche Kegeln. (s. a. Geschichte des Kegelns). 1891 wurde in den USA der American Bowling Congress (kurz ABC) gegründet.
Dieses neue Spiel kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Europa zurück, 1926 wurde die International Bowling Association (kurz IBA) gegründet, die sich jedoch während des Zweiten Weltkrieges auflöste. Bowling blieb bis nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend unbekannt. Erst in den Fünfziger- und Sechzigerjahren verbreitete sich das Spiel auf zehn Pins. Als Ursachen dafür gelten automatische Aufstellmaschinen und erste Übertragungen im Fernsehen. Anfang der Sechzigerjahre wurden die ersten Großanlagen installiert. Die Gründung der World Tenpin Bowling Association (kurz WTBA) erfolgte 1973.
Am 17. Februar 1929 wurde auf einer Sitzung des Gesamtvorstandes des Deutschen Keglerbundes (kurz DKB) beschlossen, die so genannte „Amerikabahn“ als Bundesbahn aufzunehmen und sie den bisherigen Bahnspieltypen Asphalt, Schere und Bohle als vierte Bahnart anzugliedern. Im Jahre 1931 gab es dann die ersten deutschen Einzelmeisterschaften der Herren. Die Damen und Senioren folgten erstmals im Jahre 1939. Die ersten Clubmeisterschaften für 3er Teams wurden 1933 ins Leben gerufen. Bereits ein Jahr zuvor gab es die ersten Meisterschaften für Vereinsmannschaften der Herren. 1936 bei der Weltmeisterschaft in Berlin gewann Deutschland die erste Goldmedaille. Am 14. Oktober 1950 ruft die im Jahre 1949 gegründete „Arbeitsgemeinschaft für Sportkegler“ in Bielefeld wieder den „Deutschen Keglerbund e. V.“ ins Leben. 15 Monate später, am 27. Januar 1952 schließt sich die Bundesrepublik Deutschland dem Weltdachverband FIQ an. Am 27. September 1970 erfolgt der erste Start der neu gegründeten Bowling-Bundesliga der Herren mit zwölf Clubmannschaften und drei Jahre später die der Damen. Beispielhaft für die vielen Erfolge deutscher Bowlingspieler/innen sei hier die Weltmeisterschaft 1975 genannt: Anne-Dore Häfker von Hanse Hamburg wird Bowlingweltmeisterin, das deutsche Achterteam der Herren wird Weltmeister und die bundesdeutsche Damenmannschaft kann die Bronzemedaille erringen.
Bowling gilt seit 1979 als olympiawürdig. Bei den Olympischen Spielen 1988 gehörte Bowling zu den Demonstrationswettbewerben, wurde jedoch nicht ins olympische Programm übernommen.
Unterschiede zum KegelnDie Lauffläche der Bahn beim Bowling entspricht der dreifachen Breite einer Scheren- oder Bohlekegelbahn (1,05 m im Vergleich zu 35 cm) und ist etwas schmaler als die Classic-Kegelbahn (Asphaltkegelbahn) mit 1,50 m in der Bandenausführung und 1,34 m in der Ausführung mit Fehlwurfrinne. Im Unterschied zu den Kegelvarianten Schere und Bohle ist sie nicht gekehlt, sondern eben.
Die Bowlingbahnen sind mit einem Ölfilm überzogen. Dieser ist in der Regel 40 Fuß (12,19 m) lang von der Foullinie bis zum nichtgeölten Backendbereich, welcher aus den hinteren 20 Fuß (6,09 m) besteht. Die Kugel wird beim Bowling als Ball bezeichnet und ist wesentlich größer und schwerer. Um sie kontrolliert werfen zu können, sind drei Löcher für die beiden mittleren Finger und den Daumen vorhanden. Die Bezeichnung „Ball“ wurde aus dem englischen Sprachraum übernommen, da es im englischen keine Unterscheidung zwischen „Kugel“ und „Ball“ gibt. Es wird auf zehn Pins anstatt auf neun Kegel geworfen (daher auch der Ausdruck „Tenpin Bowling“). Die Pins sind in einem gleichseitigen Dreieck angeordnet. Die Spitze des Dreiecks zeigt in Richtung des Spielers.
Diverse Begriffe des Bowlings entstammen dem amerikanischen Ursprung und unterscheiden sich daher vom Kegeln. Beim Bowling werden die Pins durch so genannte Pin-Setter-Maschinen aufgestellt und stehen daher frei (im Gegensatz zum Kegeln, bei dem die Kegel an Schnüren hängen). Es gibt zwar Bowlingbahnen mit Schnüren, diese werden aber nicht für offizielle Wettbewerbe zugelassen. Auch unterscheidet sich Bowling sehr stark durch den Ablauf der Bewegungen des Spielers. In Bowlingschulen wird meist die 4-Schritte-Technik trainiert, welche im Gegensatz zum Kegeln mit einem Gleitschritt endet.
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